Nachrichten

STEYR. Polizei hörte Telefongespräche ab, hinter der Haustür wartete Cobra auf die Räuber.weiter »
STEYR. Polizei hörte Telefongespräche ab, hinter der Haustür wartete Cobra auf die Räuber.weiter »
STEYR. Ein 46-jähriger Linzer ist als möglicher Serieneinbrecher ...weiter »

Drogenhändler wollten Manager in Steyr überfallen

08.08.2019
von nachrichten.at

STEYR. Polizei hörte Telefongespräche ab, hinter der Haustür wartete Cobra auf die Räuber.

Statt in der Lastwagenfabrik eine große Abschiedsparty zu schmeißen, verabschiedete sich der Chef der Abteilung Vertrieb und Lizenzen mit einem Spendenscheck über 1500 Euro für die Kinder-Soforthilfe der Stadt Steyr in den Ruhestand. Warum der heute 73-jährige Ex-Manager bei MAN sechs Jahre nach seiner Pensionierung zur Zielperson eines in letzter Minute vereitelten Überfalls geworden ist, bleibt eines der Rätsel des Vorfalles in der vergangenen Woche in seiner Villa in St. Ulrich bei Steyr.

Als die Wiener Polizei die Telefongespräche von Ganoven einer Menschenschmuggel- und Drogenhändlerbande abgehört hatte, war auch der Name des Ex-Managers gefallen, der für die Steyr-Werke und dann für MAN in 46 Jahren Werkszugehörigkeit den Vertrieb und das Zweigwerk des Lkw-Konzerns in China aufgebaut hatte. Nachdem die Täter den genauen Zeitpunkt und den Ort der geplanten "Home Invasion" nannten, wurden der Manager und seine Ehefrau rechtzeitig aus der Wohnung evakuiert.

Als die Räuber dann am Donnerstag der vergangenen Woche gegen 22.45 Uhr abends an der Haustür läuteten und ihnen aufgemacht wurde, blickten sie in die Gewehrläufe vermummter Einsatzkräfte der Sondereinheit Cobra. Die Polizisten hatten die Eindringlinge binnen Sekunden überwältigt. Laut den OÖNachrichten zugegangenen Informationen soll es zu einem Schusswechsel gekommen sein, bei dem niemand verletzt worden sei.

Bei der Räuberbande, die den Cobra-Beamten direkt in die Arme gelaufen war, handelt es sich um fünf Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren: einen Afghanen, einen Syrer, einen Libanesen und zwei Steyrer, wovon einer tschetschenischen Migrationshintergrund hat. Wie aus Ermittlerkreisen verlautet, hätten die Täter gar nicht auf eine große Beute im Haus gehofft, sondern geplant, die Ehefrau zu entführen, um von dem Ex-Manager Lösegeld zu erpressen. Das Landeskriminalamt Wien will heute zu neuesten Erkenntnissen eine Pressekonferenz geben.

 

Nachzulesen unter nachrichten.at